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#mehralskohle – Westdeutsche Allgemeine Zeitung und Lokalradios im Ruhrgebiet starten crossmediales Projekt zum Ende des Kohle-Bergbaus

Leser und Hörer sollen von ihren Erinnerungen an die Bergbau-Ära erzählen

 

ESSEN, 16.04.2018­­­. Ende dieses Jahres schließt mit Prosper Haniel in Bottrop nicht nur die letzte Kohle-Zeche im Ruhrgebiet, es endet eine Ära, die die Region und ihre Menschen über Jahrzehnte auf einzigartige Art und Weise geprägt hat. Was bleiben wird, sind Erinnerungen. Erinnerungen, die Millionen Menschen über Generationen hinweg verbunden haben und bis heute verbinden. Deshalb präsentieren die Lokalredaktionen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und die Lokalradios im Ruhrgebiet in einer Gemeinschaftsproduktion die schönsten Geschichten der Leser und Hörer – in der Zeitung, im Radio und in einem großen Online-Spezial.

Unter dem Titel „Mehr als Kohle – Erinnerungen an unsere Bergbau-Ära“ sind Leser und Hörer ab sofort dazu aufgerufen, ihre Geschichten zu erzählen. Geschichten vom Kind, das leise sein musste, wenn es aus der Schule kam, weil der Vater nach der Nachtschicht auf dem Pütt schlief. Vom Bauern, der tagsüber seine Felder bestellte und nachts die fast an der Oberfläche liegende Kohle abtrug. Erinnerungen an den weißen Hemdkragen, der sich im Laufe des Sonntags grau färbte vom Ruß in der Luft. Oder an die Bergmänner in Bottrop, die, als Zeche Rheinbaben stillgelegt wurde, mit dem Bus nach Gelsenkirchen fuhren. Schwarze Gesichter guckten auf der Rückfahrt aus den Busfenstern, denn gewaschen haben sich die Männer erst in der Kaue in Bottrop. Es kann aber auch das schmerzliche Gedenken an die vielen Todesopfer sein, sei es beim Inferno auf Zeche Zollverein in Essen 1941 oder bei der Kohlenstaubexplosion 1992 in Bergkamen.

All diese Geschichten werden von den Redaktionen gesammelt und in der Tageszeitung, im Lokalradio sowie in einem großen Online-Spezial veröffentlicht. Dieses startet am 3. September und enthält die schönsten und bewegendsten Erinnerungen mit vielen O-Tönen, Videos und historischen Fotos.

„Das Ruhrgebiet wäre ohne Bergbau nicht denkbar. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Dem Ende dieser Ära wollen wir zusammen mit unseren Leserinnen und Lesern ein kleines journalistisches Denkmal setzen. Es freut mich ganz besonders, dass wir dazu eine übergreifende Kooperation zwischen Lokalredaktionen und Lokalradios realisieren konnten“, sagt Dr. Alexander Marinos, stellvertretender Chefredakteur der WAZ.

„Der Bergbau ist eine der ganz großen Klammern im Ruhrgebiet. Auch wenn er nicht mehr da ist, stiftet er doch Tradition und Heimatgefühl – und damit letztlich Identifikation mit der Region. Das darf nicht verloren gehen – und unser Projekt #mehralskohle soll einen Teil dazu beitragen“, erklärt Ralf Laskowski, Initiator dieses ersten großen multimedialen Gemeinschaftsprojekts und Chefredakteur von Radio Emscher Lippe.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.waz.de/mehralskohle

 

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